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Cottbus, Deutschland

DIE FÜNF SCHLECHTESTEN PROMI-DJS

Paris Hilton, Kylie Jenner, Oliver Pocher und Michaela Schäfer haben auch den ersten Blick nicht viel gemeinsam, außer dass sie einen Promistatus innehaben. Doch es gibt etwas, was sie fernab ihrer Mode-, Comedy- und Selbstdarstellungsgeschäfte vereint - sie legen nachts in mehr oder weniger angesagten Clubs auf. Dabei gibt es zwei Arten von Promi-DJs: Der Jan-Leyk-Typ, der sein Set aus der neuesten Kontor-Compilation oder Ministry of Sounds-Platte zusammenstellt, und ein halbwegs okayes Set abliefert, und der Ich-war-mal-im-Fernsehen-Typ, der nicht mal ansatzweise einen Plan von Scratching und Beatmatching hat. Mit letzteren habe ich mich auseinandergesetzt und mit einem nachhallenden Tinnitus in den Ohren ein Ranking der schlechtesten Promi-DJs erstellt.

Platz 5: Giulia Siegel

Giulia Siegels Vater Ralph Siegel gehört zu den prägenden Figuren des Eurovision Song Contest und konnte mit „Dschinghis Khan“ sogar mal einen Welthit landen. Seine Tochter gehört jedoch nicht zu dieser Schlager-Sparte und versucht sich nach ihrer abgelaufenen Modell-Karriere und zahlreichen Moderatoren-Jobs im Fernsehen nun an House- und Pop-Musik als DJane. Als Besonderheit dient nicht nur ihr Name, sondern auch ihre mit Glitzersteinchen besetzten Kopfhörer – ein Mythos unter Promi-DJanes. Zugegebenermaßen muss man sagen, dass sich ihre Fähigkeiten auch gar nicht so verkehrt anhören, und deswegen verdient sie sich den „besten“ Platz im Ranking.

Platz 4: Paris Hilton

Paris Hilton hat eigentlich alles, was man sich überhaupt nur wünschen kann: Sie ist Millionenerbin, zudem erfolgreich im Model- und Schauspielbusiness. Zusammen mit Afrojack landete sie mit dem Song „Stars Are Blind“ sogar mal eine goldene Schallplatte in den USA. Fast schon die logische Konsequenz, dass man sich danach an einem zweiten Frühling im DJ-Geschäft probiert. Mit langen schwarzen Handschuhen tanzte sie bei ihrem DJ-Debüt in Brasilien vor vier Jahren etwas ungelenkig und schaffte es sogar, in ihr Mikrofon zu sprechen, ohne die in ihr Gesicht schallenden Boxen vorher runterzudrehen. Das Ergebnis: Eine grauenvolle Rückkopplung, die sie allerdings gar nicht zu stören schien. Davon abgesehen performt sie aber immerhin live und scheint im Laufe der Jahre dazuzulernen – da geht noch was!

Platz 3: Oliver Pocher

Ja, ihr habt richtig gehört: Oliver Pocher, einer der bekanntesten Gesichter Deutschlands, noch dazu ausgezeichneter Wohltäter, zeigt am Wochenende in Clubs seine dunkle Seite. Der gebürtige Hannoveraner legte schon nach seinem Realschulabschluss regelmäßig auf und entdeckte sein früheres Hobby vor drei Jahren wieder für sich. Seitdem probiert er sich in Diskotheken mehr schlecht als recht an EDM – das Promi-DJ-Genre schlechthin, ist es doch auch am leichtesten zu mischen. Trotzdem sind seine Skills stark ausbaufähig, und auch seine erste Produktion „This is EDM“ stellte für hoffnungsvolle Fans höchstens eine Parodie der EDM-Szene dar.

Platz 2: Georgina

Glitzernde Kopfhörer sind nicht alles bei einer Djane. Georgina zeigt, dass dazu auch eine Menge Champagner gehört. Das It-Girl hat schon alle C-Promi-Maschinen durchlaufen und war im Dschungelcamp, beim Bachelor und bei Promi Big Brother. Was liegt da näher als den eigenen Namen in der DJ-Szene zu vermarkten? Und so machte sie sich auf in die Clubs. Die Reaktionen folgten prompt und sie wurde von der BILD-Zeitung als Schummel entlarvt. Einschätzung: Viel live war da nicht, die Sets eindeutig vorproduziert und der Aufwand auf ein Minimum reduziert. Das scheint ganz in ihrem Sinne zu liegen, hat sie doch angeblich innerhalb eines Abends die gesamten Champagnervorräte einer Diskothek aufgebraucht.

 

Platz 1: Justin Bieber

Der überraschendste Kandidat des Rankings und zweifellos verdient auf dem ersten Platz ist der in den letzten fünf Jahren weltberühmt gewordene Sänger Justin Bieber. Seiner Gesangsseite kann man mittlerweile nicht mehr viel vorwerfen, hat er sich doch beständig weiterentwickelt und kassierte im Nachhinein betrachtet nur viel Hass weil er Millionen Männer eifersüchtig machte. Was er hinter den Turntales fabriziert, sollte er sich jedoch lieber sparen: Wie ein kleiner Junge schaukelt er am Pult hin und her und bewegt sogar den Fader (!) im Takt, was gleichermaßen aufgesetzt wie sinnbefreit ist. Gegen seine Scratching-Fähigkeiten wirken sogar jene von „DJ-Größen“ wie Oliver Pocher und Giulia Siegel fortgeschritten. Noch dazu scheint seine allgegenwärtige Sonnenbrille dafür zu sorgen, dass er gar nicht mal etwas sieht beim Auflegen – so jedenfalls unser Eindruck. Mal ehrlich, Justin Bieber sollte lieber beim Singen bleiben, oder was sagt ihr zu dieser Performance:

Letztendlich sollte man aber auch nicht zu streng mit Promi-DJs sein, denn sie sind auch nur ein Bestandteil des geldgetriebenen Nachtlebens – genauso wie der unterbezahlte Warm-Up-Resident und die überteuerten Getränke. Im Endeffekt dient alles nur dem Zweck, eine ansonsten gewöhnliche Nacht zu etwas Besonderem zu machen, und manche Leute brauchen dafür eben jemanden, den Sie vorher schon bei RTL II gesehen haben. Meist sind die Sets gar nicht so abgrundtief schlecht, und sowieso nie das einzige am Abend. Und wer freut sich nicht, neben Jan Leyk an der Bar zu stehen? Immerhin kann man ein halbes Jahr davon erzählen.

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