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Cottbus, Deutschland

DIE FÜNF HOFFNUNGSSCHIMMER DES FC ENERGIE COTTBUS

Der Abstieg des FC Energie Cottbus löste nicht nur Entsetzen, Trauer und Wut aus, sondern brachte auch eine große Unsicherheit mit sich: Wie soll es mit dem Verein nur weitergehen? Viele Fans und selbst Mitarbeiter wollen wissen, wie der FCE in Zukunft aussehen soll und spüren dabei nur eine große Leere. Nachdem der Abstieg fürs Erste verdaut wurde, ist es Zeit, Bilanz zu ziehen, und zu schauen, auf welche Stützen man in der nächsten Saison in der Regionalliga Nord-Ost bauen kann.

1. Nachwuchsarbeit

Die Nachwuchsarbeit des FC Energie Cottbus zählt trotz des schwächelnden Profi-Bereichs schon lange und nach wie vor zu den besten Deutschlands. Mit der U19 und der U17 in der Bundesliga sowie sieben weiteren Teams voller Talente bis hin zur F-Jugend kann der FCE auf einer starken Basis aufbauen und den vielversprechendsten Nachwuchsspielern endlich die Chancen geben, die sie verdienen. Akteure wie Felix Geissler, Jonas Zickert und Phillip Knechtel könnten in der nächsten Saison zu Schlüsselfiguren werden. Das geringe Durchschnittsalter der Regionalliga Nord-Ost (24,6 Jahre) zeigt, dass der Einsatz von Talenten unverzichtbar im Amateurbereich ist.

2. Jetzt-Erst-Recht-Mentalität

Schlüsselspieler wie Innenverteidiger Christopher Schorch meinten nach dem Abstiegsendspiel gegen den FSV Mainz 05 II, dass sie den Verein so nicht hinterlassen möchten. Gut vorstellbar, dass einige Profis allein schon aus persönlicher Ehre und Respekt gegenüber dem Verein ihr Werk auch in der vierten Liga fortsetzen. Durch das niedrigere Niveau in der Regionalliga Nord-Ost hätte der FCE damit einige Vorteile gegenüber der Konkurrenz, die teilweise komplett auf Profi-Erfahrung verzichten muss.

3. Claus-Dieter Wollitz

Einer der größten Hoffnungsträger war Claus-Dieter Wollitz schon in der Abstiegssaison 2015/16, in der er fünf Spieltage vor Schluss als Feuerwehrmann zur Rettung vor dem Abstiegskampf eingestellt wurde. Leider erfolglos, wie sich wenig später herausstellen sollte. Dennoch vereint „Pele“ Wollitz genau das, was in der vierten Liga benötigt wird: Die Vermittlung des nötigen Einsatzes und Kampfgeistes in Kombination mit einer großen Motivationsfähigkeit vor allem für jüngere Spieler. Für einen deutlich verjüngten Kader wäre Wollitz somit der richtige Mann, zumal er bereits 2015/16 einigen Talenten zu Startelfeinsätzen verhalf. Durch seine zahlreichen Referenzen dürfte es aber schwierig werden, ihn in der Regionalliga zu halten.

4. Leistungsträger

Die oben bereits angesprochene wehmütige Mentalität betrifft vermutlich nicht nur einzelne Spieler, sondern einen Großteil des Kaders. Unter der Bedingung, dass Claus-Dieter Wollitz auch in der nächsten Saison Trainer des FC Energie Cottbus bleibt, würden einige Profis selbsthändig versuchen, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Namentlich seien hier Manuel Zeitz, Christopher Schorch und Thorsten Mattuschka genannt. Rund um die eingestandenen Profis als Leistungsträger könnte sich so ein guter Mix innerhalb der Mannschaft ergeben, vor allem, da die erwähnten Profis in ihrer Laufbahn schon mehrfach Profi-Qualität nachweisen konnten.

5. Fans

Am letzten Spieltag der Saison 2015/16 haben die Fans des FC Energie Cottbus gezeigt, dass die ganze Lausitz in guten wie in schlechten Zeiten hinter dem Verein steht: Einem beeindruckenden Aufmarsch auf dem Altmarkt folgten über 13.000 Menschen, um den Verein zu unterstützen. Diesen 12. Mann braucht Energie Cottbus in der Regionalliga mehr denn je. Mit den Zuschauereinnahmen kommen nicht nur regelmäßige Einnahmen in die ohnehin schon knappen Kassen des FCE, vielmehr sind sie die Existenzgrundlage in der Regionalliga, die beispielsweise auch keine Fernsehgelder vergibt. Mit nur knapp 1000 Zuschauern pro Durchschnittspartie ist die Regionalliga Nord-Ost wahrlich kein Zuschauermagnet – sollte die Fanbeteiligung auch beim FCE in solche Regionen absinken, ist das Stadion der Freundschaft nicht mehr zu unterhalten und man kann sich auf Spiele im Lok-Stadion freuen. Deshalb liegt es umso mehr an Euch, an Uns, an Dir und Mir, den Verein mit großer Unterstützung zurück auf die Fußball-Landkarte zu bringen.

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